Waldorfkindergarten GroßhadernWaldorfkindergarten GroßhadernWaldorfkindergarten GroßhadernWaldorfkindergarten GroßhadernWaldorfkindergarten Großhadern
Waldorfkindergarten Großhadern

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Krippe

Pädagogisches Konzept

In der Krippe werden 12 Kinder von 1 bis 3 Jahren von einer Erzieherin und zwei Kinderpflegerinnen betreut. Die pädagogische Arbeit der Kinderkrippe basiert auf der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik. Eine der zentralen Annahmen dieser Pädagogik ist, dass die menschliche Entwicklung in Sieben-Jahres-Zyklen erfolgt. Der erste Zyklus beginnt mit der Geburt und endet mit dem Zahnwechsel. In diesem Lebensabschnitt ist die Schaffung einer gesunden physischen Grundlage wichtig, auf die die seelische und geistige Entwicklung in den folgenden Jahrsiebten aufbauen kann. Es wird davon ausgegangen, dass Kinder bis zum Alter von ca. sieben Jahren überwiegend durch Nachahmung und die Verarbeitung ihrer Sinneseindrücke lernen. Sie eignen sich die wichtigsten menschlichen Fähigkeiten wie beispielsweise das Gehen oder die Sprache nach dem Vorbild anderer Menschen an.

Daraus ergeben sich für die Krippe einige pädagogische Schwerpunkte, auf die im Folgenden eingegangen wird: die Rolle der Erzieherinnen als Vorbild, das freie Spiel, das sinnliche Erleben sowie die Bedeutung von Rhythmus und Wiederholung im Tagesablauf.

Da Kinder zunächst alles wertfrei annehmen und nachahmen, was in ihrer Umgebung gesagt und getan, ja gedacht und gefühlt wird, benötigen sie authentische, liebevoll handelnde Bezugspersonen.

In den ersten drei Lebensjahren, mit denen wir es in der Krippe zu tun haben, lernt das Kind die grundlegenden Fähigkeiten des Menschseins: Sich-Aufrichten, das Gleichgewicht finden, Gehen, Sprechen, selbständiges Denken. Es lernt seinen Körper kontrolliert zu gebrauchen, sich frei zu bewegen und soziale Kontakte aufzunehmen.

Das Kind kann sich langsam als Eigenwesen wahrnehmen, sich der Außenwelt gegenüberstellen und sich im Umgang mit anderen Menschen üben. Es lernt vor allem durch Nachahmung. Es ist ganz offen seiner Umgebung gegenüber. Alles was es an Sinnesreizen, Gefühlen und Atmosphäre umgibt, dringt ungefiltert in das Kind ein.

Daraus ergibt sich für die pädagogische Arbeit, dass wir eine Umgebung schaffen die das Kind in seiner gesunden Sinnesentwicklung unterstützt. Alle Sinne sollen vor Überreizung geschützt werden, damit sie sich natürlich und gesund entwickeln können. Das wird z.B. erreicht durch:

Ein rhythmischer, gleichbleibender Tagesablauf und feste Bezugspersonen geben den Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen.
Die Bezugspersonen pflegen einen achtsamen, respektvollen Umgang mit dem Kind. Die intensive Zuwendung findet in den Pflegesituationen statt.
Die Kinder werden in ihrer Bewegungsentwicklung und ihrem Spielverhalten möglichst freilassend begleitet. Jedes soll sich in Ruhe auf seine eigene Art und Weise in eigenem Tempo mit sich selbst und der Welt vertraut machen können.
Der Entfaltungsspielraum des Kindes soll nicht durch vorgegebene Beschäftigungen eingeschränkt werden.
Das freie Spiel der Kinder wird angeregt durch die Gestaltung der Umgebung, die Ausstattung der Räume und das vielfältige Spiel- und Bewegungsmaterial. Dadurch entwickeln die Kinder Kompetenz im Sozialverhalten, erfahren eine Förderung ihrer Bewegungsentwicklung und damit auch ihres Sprachvermögens, da beide eng miteinander verknüpft sind.
Lieder, Reime, Fingerspiele, kleine Geschichten und direkte persönliche Ansprache unterstützen die Entwicklung der Sprache zusätzlich.
Die zweite Freispielzeit wird täglich draußen im Garten oder beim Spaziergang verbracht. Die Kinder begegnen der Natur bei jedem Wetter, stärken ihre Lebens-und Abwehrkräfte und auch Bewegungsentwicklung und Sozialverhalten werden wiederum gefördert.

Tagesablauf

 

 

Die Eingewöhnungszeit

Es wird großer Wert auf die Zeit der Eingewöhnung des Kindes in die Krippe gelegt, damit das Kind sich behutsam und angstfrei von den Eltern lösen und in der Krippe heimisch werden kann In den ersten drei Tagen begleitet eine Bezugsperson das Kind und nimmt einige Stunden mit dem Kind zusammen am Tagesgeschehen teil. Erst am vierten Tag findet einerster Trennungsversuch statt. Je nach Reaktion des Kindes besprechen Eltern und Erzieher das weitere Vorgehen. Die Trennungszeit wird immer mehr erweitert. Nach ca. drei bis vier Wochen soll die Eingewöhnungsphase spätestens beendet sein. Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert, sich trösten lässt, ins Spiel findet und gerne isst.

Zusammenarbeit mit den Eltern